Ruhezone

Als Ruhezonen bezeichnet man die unbedruckten Bereiche auf dem Barcodefeld. Bei Strichcodes (1-D-Barcodes) stehen sie je nach Druckrichtung (Gartenzaun bzw. Leiter) links und rechts bzw. über und unter dem Code. Bei 2-D-Codes wie z. B. QR-Codes müssen Ruhezonen in alle Richtungen um den Code eingehalten werden. Erst durch den weißen Bereich kann der Barcodescanner den Barcode als solchen erkennen. Zum anderen dient die Ruhezone dazu, mehrere nebeneinander gedruckte Barcodes voneinander zu trennen. Damit der Barcode lesbar ist, muss die Ruhezone mindestens zehn Mal breiter sein als der schmalste Strich vom Code. Bei bestimmten Anwendungen wie z.B. dem Scannen aus großer Entfernung sind aber deutlich größere Ruhezonen nötig. Gewöhnlich sind die einzuhaltenden Ruhezonen in der jeweiligen Barcodesymbolik festgelegt.



Bild: adempercem / fotolia

Auf die Ruhezone folgt das Startzeichen. Das ist eine Strich-Lücken-Kombination, die immer an erster Stelle des Codes, also vor der eigentlichen Nutzinformation, steht. Sie signalisiert dem Scanner, dass er tatsächlich ein Barcodesymbol und nicht vielleicht irgendeine Sequenz von reflektiertem Fremdlicht empfängt. Das Stoppzeichen am Ende des Codes zeigt dessen Ende an. Der Decoder „weiß“ nun, dass der komplette Code empfangen wurde. Dann prüft er anhand der im Barcode optional enthaltenen Prüfziffer die Plausibilität des Codes und übersetzt die Nachricht. Damit ein Code von beiden Seiten lesbar ist, sind Start- und Stoppzeichen nicht symmetrisch aufgebaut. Wird der Code also von der „falschen“ Richtung gelesen, erkennt das der Decoder und wandelt die Zeichenfolge automatisch um.

Die eigentliche Nachricht (Message) steckt im Barcode, dessen Syntax vom jeweiligen Codetyp (z.B. EAN 128 oder Code 39) festgelegt wird. Für deren Lesbarkeit spielen Barcodemaße, die Anzahl der zu codierenden Zeichen, eingesetzte Scanner und Scanentfernung eine Rolle. Dazu mehr an anderer Stelle.

Quelle: http://logistikknowhow.com/aufbau-eines-barcodes