Für die schnelle Identifikation und digitale Nachverfolgbarkeit von Paletten im Blocklager haben sich über den Stellplätzen montierte Schilder in der Praxis bewährt. „Unabhängig vom Belegungsgrad sind sie weithin sichtbar und können flexibel umgehängt werden, passen sich also veränderten Abläufen an“, erläutert Peter Koveller, Vertriebsmitarbeiter bei ONK.

Um selbst bei höchstem Artikelaufkommen schnelle Abläufe zu gewährleisten, hat ONK in Halberstadt mehrere Tausend Palettenstellplätze mit barcodierten Hängeschildern gekennzeichnet. „Das Ersatzteilgeschäft ist oft zeitkritisch, um lange Standzeiten zu vermeiden“, weiß Koveller. „Die Verfügbarkeit und schnelle Zustellung des richtigen Ersatzteils ist das A und O.“

In Halberstadt lagern bis zu 300.000 verschiedene Artikel von der kleinsten Schraube bis hin zum fertigen Lkw-Fahrerhaus und werden in über 170 Ländern distribuiert.

Weithin sichtbare Blocklagerschilder lassen sich bei Bedarf schnell umhängen

Im Blocklager sind abgehängte Schilder im Vergleich zu am Boden aufgebrachten Kennzeichnungen, auf Plakat- bzw. Bodenständern oder an Wänden bzw. Stützen befestigte Lagerkoordinaten besser sichtbar und weniger störanfällig, aber genauso flexibel. Sie nutzen sich nicht ab durch Flurförderzeuge, können nicht durch Ware zugestellt werden und stehen nicht im Weg.

Um die Schilder abzuhängen, hat das Montageteam von ONK im Laufe des Jahres 2025 eine eigens entwickelte Unterkonstruktion auf rund sieben Kilometern Länge mittels stark haftender Magneten an der Hallendecke angebracht. „Dass wir dabei ohne Bohren auskommen, hat mehrere Vorteile für unsere Kunden“, betont Koveller. Zum einen wird die Hallendecke nicht beschädigt – wichtig bei Mietobjekten und um den Brandschutz und die Statik nicht zu beeinflussen. Zum anderen lässt sich das System wiederverwenden und bei laufendem Betrieb erzeugt die Montage weder Funken noch Staub oder Lärm.

In die Ösen der Magneten sind höhenverstellbare Knotenketten eingehängt, an deren unteren Ende wiederum Lochleisten befestigt sind. Darin eingehängt sind schließlich die rund 3.500 Schilder, die ONK im Vorfeld nach Kundenvorgaben gefertigt hatte. „Die Schilder lassen sich bei Bedarf, z.B. wenn Lagerzonen umorganisiert werden, umhängen bzw. austauschen. Ideal also für dynamische Lagerumgebungen“, betont Koveller. „Zumal das System auch dank der Knotenketten höhenverstellbar ist“. Im Logistikzentrum in Halberstadt hat das ONK-Team die Konstruktion so an der 12 Meter hohen Hallendecke arretiert, dass die Schildunterkante auf 7,5 Metern ist. Damit die in Klarschrift und als Strichcode aufgedruckten Lagerplatzkoordinaten durch Menschen und Scanner lesbar sind, hat ONK die Schilder größer gestaltet als üblich – ca. DIN-A2 – den Code mit den Lagerplatzkoordinaten auf retroreflektierende Folie gedruckt und die Schilder abgewinkelt. Statt senkrecht hängen sie leicht geneigt über dem Boden und damit in typischer Blickrichtung. „Der Lösungsansatz resultierte aus einer Vorbesprechung mit unserem Kunden. Im Anschluss haben wir ihm Musterschilder zum Testen in verschiedenen Größen geschickt“, so Koveller.

Effiziente Flächennutzung und Orientierung aus einer Hand

„Dieses Großprojekt bei der Daimler Truck AG war auch für uns ein Meilenstein“, so Koveller weiter. „Was es auszeichnet? Wir bieten alles aus einer Hand: von der Planung über die Koordination aller Maßnahmen bis hin zur Umsetzung. Unsere Kunden haben einen festen Ansprechpartner, sparen wertvolle Zeit und vermeiden unnötige Schnittstellenprobleme. Weil wir die Anforderungen an Lager und Logistikzentren kennen, entwickeln wir passgenaue Lösungen und setzen sie auch im laufenden Betrieb um.“