Vor der Umstellung war die Lagerorganisation typisch für historisch gewachsene Strukturen. Ein- und Auslagerungen erfolgten manuell, teils papierbasiert, Buchungen liefen nicht zentral, sondern über mehrere Abteilungen hinweg. Es gab keine Echtzeitbestände, nur eingeschränkte Transparenz über tatsächliche Lagerorte

Eine Gangbeschilderung existierte zwar, jedoch keine eindeutige Stellplatzkennzeichnung. Lange Suchzeiten, Kommissionierfehler und Bestandsdifferenzen waren die logische Folge. „Ziel der Reorganisation war es daher, die Prozesssicherheit im Lager nachhaltig zu erhöhen, Bestände zu synchronisieren und Fehlerquellen systematisch zu eliminieren. Ohne eine strukturelle Neuordnung des Lagers wäre dieses Vorhaben nicht realisierbar gewesen“, sagt Janick Hoffmann, Geschäftsführer Operations bei Alex Sweets.

ERP im Hochregal: Kennzeichnung als Schlüssel zum Erfolg

Das Lager in Aachen umfasst 2.000 Palettenstellplätze in Hochregalen. Alex Sweets arbeitet mit chaotischer Lagerhaltung. Jeder freie Platz kann systemgeführt belegt werden, was eine hohe Flexibilität und optimale Flächennutzung ermöglicht. Die eindeutige Kennzeichnung jedes einzelnen Stellplatzes ist bei dieser Form der Lagerhaltung kein Detail, sondern systemkritische Infrastruktur.

Anforderungen an die Kennzeichnung im Hochregal

Die ERP-Einführung machte daher eine vollständige, systematische Kennzeichnung aller Lagerplätze zwingend erforderlich. Mitte Oktober hatte ONK die neuen Kennzeichnungslösungen produziert und montiert. Gangschilder dienen der schnellen Orientierung im Regallager. Ergänzt wurden diese durch Mehrebenen-Etiketten für die Kennzeichnung der Palettenstellplätze in den Hochregalen. Jedes Etikett enthält vier nebeneinander angeordnete QR-Codes, jeweils gedruckt auf eine individuelle Hintergrundfarbe für die verschiedenen Ebenen. Die Stellplatzkoordinaten sind sowohl im Barcode hinterlegt als auch in Klarschrift angegeben. Diese doppelte Ausführung erhöht die Prozesssicherheit und erleichtert die Kontrolle im Alltag.

Besondere Anforderungen stellte Alex Sweets an die Scanbarkeit. Die Codes sollten aus einer Distanz von unter einem Meter sicher erfasst werden können – unter realen Bedingungen mit Staub, wechselnden Lichtverhältnissen und mechanischer Beanspruchung. Neben der Lesbarkeit spielte daher auch die Materialqualität eine entscheidende Rolle. Eine zuverlässige Haftung und hohe Widerstandsfähigkeit waren Voraussetzung.

Umsetzung mit ONK: Planung, Muster, Montage

„Die Entscheidung für ONK fiel aufgrund der klaren Spezialisierung auf Lagerkennzeichnung und der erkennbaren Projekterfahrung“, betont Hoffmann. Bei einer gemeinsamen Standortbegehung wurde vorab die Ausführung der Kennzeichnungslösung detailliert abgestimmt. Zusammen mit dem Vertriebsleiter von ONK analysierte das Projektteam direkt im Hochregallager die Positionierung, Sichtachsen sowie die Scanbedingungen, um eine praxisgerechte Umsetzung sicherzustellen. Im Anschluss erhielt Alex Sweets Testmuster zur Prüfung von Material, Größe und Scanbarkeit im Echtbetrieb. Planung, Abstimmung und Montage erfolgten organisiert und terminsicher – ein entscheidender Faktor mit Blick auf den engen Zeitplan vor ERP-Start. Entsprechend positiv fällt das Resümee aus: „Mit den Leistungen von ONK sind wir sehr zufrieden. Von der Planung über die Testmuster bis zur Montage lief alles strukturiert und professionell. Für vergleichbare Projekte würden wir ONK jederzeit wieder beauftragen“, schließt Hoffmann.

Fazit

Heute sind sämtliche 2.000 Palettenstellplätze digital im ERP hinterlegt und physisch eindeutig gekennzeichnet. Ein- und Auslagerungen erfolgen systemgeführt, Suchzeiten wurden signifikant reduziert, Kommissionierfehler deutlich gesenkt und Bestandsdifferenzen nachhaltig minimiert. Die chaotische Lagerhaltung funktioniert nun auf einer stabilen, transparenten Datenbasis.

Über Alex Sweets

Die Alex Sweets GmbH mit Sitz in Aachen ist ein international aktiver Händler und Produzent von Süßwaren. Seit über 19 Jahren beliefert das Unternehmen Großhändler und Handelspartner in zahlreichen europäischen Ländern mit einem kreativen, hochwertigen Sortiment. Die Kombination aus internationaler Beschaffung, eigener Markenführung – unter anderem mit der Marke SWEET FLASH – und europaweiter Distribution stellt hohe Anforderungen an Lagerorganisation, Bestandsgenauigkeit und Lieferfähigkeit. Schnelle Marktanpassung, Flexibilität und verlässliche Partnerschaften prägen dabei nicht nur das Produktsortiment, sondern auch die logistischen Prozesse am Standort Aachen.