Bilder © Galaxus Deutschland GmbH

Mit einem neuen Logistik-Hub im Dreiländereck Deutschland, Schweiz und Frankreich schafft Galaxus Deutschland die Voraussetzungen, um sowohl in der Schweiz als auch der EU zu expandieren. Im Großteilelager mit mehrfach über- und hintereinander gelagerten Paletten sorgt eine visuelle und digitale Durchstrukturierung für gleichermaßen effiziente wie erweiterungsfähige Prozesse. Mit der Kennzeichnung hat Galaxus nach Sichtung des Lagers und positiver Resonanz des Schweizer Bettenherstellers Hasena die ONK GmbH beauftragt.

Weil die Lagerkapazitäten in der Schweiz ausgeschöpft waren, hat der Schweizer Onlinehändler in Neuenburg am Rhein ein neu gebautes Großteilelager mit rund 30.000 Quadratmetern Fläche (ON1/Operations Center Neuenburg 1) in Betrieb genommen. Mitte 2027 soll dann die zweite, doppelt so große Lagerhalle (ON2) für Kleinteile folgen. Die logistische Herausforderung für Galaxus liegt in einer hohen Lagerdichte. Sie erfordert eine eindeutige und durchgängige Kennzeichnung der Lagerflächen.

Strukturelles Rückgrat bei hoher Lagerdichte

Im Großteilelager werden sperrige Güter wie Waschmaschinen, Kühlschränke, Sofas sowie Gartenmöbel mit klassischer Paletten- und Staplerlogistik umgeschlagen. „Aufgrund unserer hohen Artikel- und Flächenkomplexität brauchten wir ein Kennzeichnungssystem, das jede Bewegung, jede Ebene und jeden Lagerplatz eindeutig abbildet – visuell und digital zugleich“, erklärt Carina Mück, Supply Chain Process Engineer bei Galaxus Deutschland. Über 16.000 Palettenstellplätze sind in 27 Standard-Regalreihen mit insgesamt 621 Lagerfeldern, zwei Regalreihen für übergroße bzw. vertikal zu lagernde Artikel sowie in 16 Blocklagerfeldern organisiert. „Das Kennzeichnungssystem von ONK liefert genau diese Struktur, auf die unsere Prozesse aufbauen können.“ Im Vorfeld der Beauftragung hatte Galaxus bei einem Rundgang im Logistikzentrum des Schweizer Möbelspezialisten Hasena – ebenfalls in Neuenburg am Rhein – wertvolle Impulse gesammelt. Das hatte ONK 2023 mit mehreren Tausend Etiketten und Schildern systematisch gekennzeichnet.

Schnittstelle zwischen Mensch und ERP-System

Um die physische Lagerstruktur mit dem ERP-System zu verknüpfen, hat ONK neben rund 100 Schildern und ca. 800 Bodenmarkierungen etwa 15.000 Etiketten produziert und teilweise montiert. Gangschilder in den Regal- und Blocklagerbereichen sowie Orientierungsetiketten mit der Gassen- bzw. Blockkennzeichnung (z. B. A, B, C, D) bilden gemeinsam mit farb- und barcodierten Man-down-Etiketten an den Durchfahrten die übergeordnete Struktur zur Lagerplatznavigation.

In den Hochregalen sorgen an der untersten Traverse angebrachte Mehrebenen-Etiketten für eine schnelle Identifikation der Ladeeinheiten. Dafür sind die QR-Codes für die verschiedenen Ebenen auf unterschiedlich farbigem Hintergrund gedruckt. Das Farbschema wiederholt sich dann auf Einzelplatzetiketten an den Ebenen 20 bis 90. In den Standardregalreihen gibt es pro Lagerebene nur einen Lagerplatz im System. Das Breitganglager wiederum bietet auf einigen Ebenen nur einen Lagerplatz, auf anderen vier, um brandschutzrechtlichen Vorgaben nachzukommen.

Lagerplätze im Blocklager wiederum sind mittels QR-basierten Schildern und Bodenmarkierungen im ERP-System eingebunden und bilden die dort hinterlegte Anordnung ab. Gefertigt sind die Bodenmarkierungen aus einer hauchdünnen, stark haftenden PVC-Polymer-Folie. Sie reduziert das Risiko eines Ablösens beim Überfahren mit Hubwagen oder Staplern. Dank zusätzlichem Schutzlaminat ist die Beschriftung abriebfest.

Kennzeichnung spielt zentrale Rolle für operativen Betrieb

„Die Verknüpfung von physischer und digitaler Standortkennzeichnung entscheidet darüber, wie schnell und sicher unsere Teams arbeiten können. Mit ONK konnten wir für all unsere Lageroptionen eine geeignete Darstellungsform finden. Das aufeinander abgestimmte System aus Etiketten, Schildern und Bodenmarkierungen mit Farb- und Barcodeleitsystem von ONK ist so ausgelegt, dass es mit unseren Anforderungen weiter mitwachsen kann“, betont Mück.

Über die Galaxus Deutschland GmbH

Die Galaxus Deutschland GmbH ist die 2018 gegründete Tochtergesellschaft der Schweizer Digitec Galaxus AG (Migros-Gruppe), dem größten Schweizer Onlinehändler. Das Unternehmen mit Sitz in Hamburg betreibt unter galaxus.de ein Online-Warenhaus mit über fünf Millionen Produkten aus Bereichen wie IT, Telekommunikation, Unterhaltungselektronik, Haushalt, Spielzeug sowie Beauty. Galaxus will mittelfristig unter die Top 5 der E-Commerce-Unternehmen in Deutschland aufrücken, dafür baut es seine Infrastruktur kontinuierlich aus. 2025 konnte der Schweizer Onlinehändler seinen Plattformumsatz in den EU-Ländern Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Niederlande und Belgien um 15 Prozent auf 430 Millionen Euro steigern.